Schulentwicklung
Aus Gyneu
Gestaltung der Zukunft durch Schulentwicklung
„Die Themen Innere Schulentwicklung und Schulqualität werden in den nächsten Jahren die Bildungsdiskussion bestimmen. Unter Innere Schulentwicklung versteht man die Veränderungen im Schulleben, die aufgrund von Eigeninitiative der Lehrerschaft die zielgerichtete und planmäßige Entwicklung der Unterrichtsgestaltung und des Schullebens vorantreiben. Das Ziel dieses Prozesses ist die umfassende Verbesserung des Unterrichts und die Leistungsverbesserung bei Schülerinnen und Schülern.
Ein wichtiges Kriterium für die Veränderung von Schule sind die Herausforderungen der Gesellschaft an das Schul- und Bildungswesen. In dieser Diskussion spielt der Begriff des „Haus des Lernens“ eine wesentlich Rolle. Schule versteht sich nicht allein als Ort der kognitiven Wissensvermittlung, sondern als ein Haus, in dem verschiedene Arten des Lernens und Leistens möglich sind und gefördert werden, in dem Lernen ein sozialer, verantwortungsbewusster, individueller, selbständiger, kognitiver und affektiver Prozess ist und als solches in seiner Vielfalt gewürdigt wird. Das pädagogische Verhältnis bezieht Erziehung und Unterricht ein. Kinder und Jugendliche werden in ihrer Ganzheit mit ihren unterschiedlichen Interessen, Begabungen sowie Herkunftsbedingungen und sozialen Erfahrungen wahrgenommen und gefördert.
Auf Seiten der Unterrichtenden rückt die Lehrerpersönlichkeit in den Mittelpunkt. Ein guter Lehrer vermittelt Sach- und Fachkenntnisse und überzeugt aufgrund seiner fundierten methodischen und didaktischen Kenntnisse sowie aufgrund seines persönlichen Stils und Engagements. Der Lehrberuf erfordert permanentes persönliches Engagement und ohne den Einsatz der ganzen Person bleibt in der Vermittlung von Wissen und Werten etwas auf der Strecke. Die Rolle des Vorbildlernens in jeder Beziehung (Persönlichkeitssphäre wie Wissensvermittlung und Interessenverstärkung) hat nicht an Bedeutung verloren.
Dies alles und noch viel mehr will die „Innere Schulentwicklung“ im Haus des Lernens umsetzen.
Im Vordergrund der Inneren Schulentwicklung in Baden-Württemberg steht die Entwicklung des Unterrichts, der den Anforderungen der sich verändernden Gesellschaft Rechnung trägt. Schule und Unterricht unterliegen wie so vieles andere auch in unserer Zeit einem Modernisierungsprozess, der alle gesellschaftlichen Bereiche umfasst.
Wir unterscheiden drei Teilziele dieses Prozesses der Inneren Schulentwicklung:
- die konkrete Verbesserung des Unterrichts
- die Verbesserung des Schulklimas, die wesentlich zu einem besseren Lernerfolg beiträgt
- die Verbesserung der schulorganisatorischen Abläufe ...“
So weit die einführenden Erläuterungen des Landesinstituts für Erziehung und Unterricht.
(Weitergehende Informationen)
Schulentwicklung am Gymnasium Neureut
Der Prozess der Schulentwicklung wird am Gymnasium Neureut durch verschiedene Initiativen angestoßen und in Gang gehalten.
Im Schullenkungsteam werden Ideen entwickelt, wie - an den Besonderheiten unserer Schule orientiert - die in den Leitgedanken formulierten Zielsetzungen verwirklicht werden können. Diese Vorschläge werden in der Geamtlehrerkonferenz diskutiert und abgestimmt und den weiteren schulischen Gremien zugeleitet. Ein bezeichnendes Beispiel dieser Arbeit ist die Vortragsreihe "Uni macht Schule".
Aus den Fachabteilungen werden über die Schulleitung Vorschläge zur Verbesserung der sächlichen Ausstattung, der Überarbeitung des Schulcurriculums oder des abteilungsspezifischen Zusatzangebots für Schülerinnen und Schüler (z.B. Arbeitgemeinschaften, Teilnahme an Wettbewerben oder Spelsituationen) gemacht.
Initiativen von Schülern und Eltern führen zu besonderen Angeboten (Bsp. "Berufemarkt), die die Interessen der Schülerinnen und Schüler fördern und ein zusätzliches Informationsangebot schaffen.